Atelierabend Nummer 198. Es ist Herbst. Die Tage werden wieder kürzer, schon am Nachmittag ist es an der Zeit, an den Winterschlaf zu denken und sich nur noch ausnahmsweise an die frische Luft zu begeben: Die graue Jahreszeit bricht an.
Das Grau ist für viele Menschen so etwas wie das hässliche Entlein unter den Farben. Oft wird sogar bestritten, dass das Grau überhaupt eine Farbe ist, und wenn, dann stets mir abwertenden Zusätzen wie „unbunt“ oder „farblos“. Dabei ist das Grau aus unserem Lebensalltag kaum wegzudenken.
Höchste Zeit, mit dem langweiligen, tristen Image der Farbe Grau aufzuräumen. An diesem Herbstabend hält Helmut van der Buchholz eine Lobrede auf die verkannteste aller Farben und präsentiert eine eigene Kulturgeschichte des Grau.
Da im Museumsgarten aktuell eine Baustelle ist, wurde der Abend in das Hackmuseum verlegt. Hier schenkt er Wein (Grauburgunder?) aus, fängt vielleicht gar an zu singen und wird wohl auch (graue) Bilder malen.
Für manche Menschen mag das alles recht seltsam erscheinen, aber womöglich denken sie auch, dass der September vor allem der Vorbereitung auf den Winterschlaf dient. Grau ist eben mehr als immer nur Beton. Seltsame Zeiten wie diese erfordern nun einmal seltsame Maßnahmen.
Als Programm des Abends wird eine Mischung aus expressivem Vortrag, Schallplattenmusik und Performance in Aussicht gestellt und das alles mit einem gewissen Unterhaltungsgrad.
Natürlich ist der Eintritt frei. Und zu trinken und knabbern gibt es auch was. Am Donnerstag, den 24.09.2026 ab 19.00; im Hackmuseum in Ludwigshafen Keine Angst. Alles wird gut.
