Auch in der Disziplin „versiegelte Flächen“ hat Ludwigshafen einen der Spitzenplätze unter den deutschen Großstädten erreicht. Durch den Bau von Straßen, asphaltierten Wegen und betonierten Plätzen, Häusern, Gewerbe- und Industrieanlagen wurden freie Flächen in großem Umfang versiegelt und so kann hier deutlich weniger Regenwasser versickern.
Versiegelungen absorbieren Energie aus der Sonneneinstrahlung; so kommt es an heißen Tagen zu einer starken Erwärmung der Stadt. Zusammen mit dem fehlenden Schatten von Pflanzen und deren Wasserverdunstung wird das Kleinklima in der Stadt negativ beeinflusst.
Und Versiegelung beeinträchtigt auch die natürliche Bodenfruchtbarkeit. Da die Böden dauerhaft von Luft und Wasser abgeschlossen sind, gehen Bodenorganismen zugrunde; damit verliert der Boden die Fähigkeit zum Aufbau von fruchtbarer Erde. Um das alles (und schlimmeres wie im Ahrtal oder Valencia) zu verhindern, bedarf es in unseren Innenstädten einer deutlichen Entsiegelung von Flächen.
An diesem Abend werden Möglichkeiten hierfür untersucht und im Idealfall auch gleich umgesetzt. Vielleicht ist manches davon nicht ausdrücklich erlaubt, aber eben notwendig.
Das alles soll im Museumsgarten neben dem ehrwürdigen Wilhelm-Hack-Museum zur Sprache kommen. Helmut van der Buchholz stellt für diesen Abend eine Grundlage an Theorie und ein klein wenig Technik zusammen und dann schauen wir mal, was sich so entwickelt.
Schließlich leben wir in einer fremden und seltsamen Welt. Und eine andere Welt ist möglich. Dafür muss man sie aber auch wollen. Und bereit sein, etwas zu tun.
Selbstverständlich ist der Eintritt frei.
Und zu Trinken & Knabbern gibt es auch was.
Am Montag, den 17.04.2025 ab 19.00 im Museumsgarten am Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, Berliner Straße.
Keine Angst. Alles wird gut.